Ein Songtext:

Kennen Sie das hermeneutische Dreieck? Es ist ein Instrument, um die Schnittmenge von Autor-Intentionsraum und Rezipienten-Interpretationsraum darzustellen. Bei Songtexten ist dieser, gefühlt, so groß wie Alaska. Nimmt man sich beispielsweise den Song »Smile Like You Mean It« von The Killers vor, so scheint der Titel erst einmal klar, aber der Text als Ganzes lässt den Hörer dann doch ein wenig zurück:

»Save some face, you know you’ve only got one. Change your ways while you’re young.« -The Killers; Smile like you mean it (2. März 2005)

Worum geht es denn eigentlich? Darum, nicht sein Gesicht zu verlieren? Darum, sich treu zu bleiben, oder darum, sich solange man jung ist, stetig weiterzuentwickeln? Es ist, was der Hörer daraus macht. Darin besteht die Magie. Ich mag die letzten beiden Interpretationen. Möchte diese aber, als Student der Wirtschaftspädagogik, um ein lebenslanges Lernen erweitern. Social Media ist grundsätzlich immer etwas von beidem. Einerseits wird versucht das Gesicht der Marke zu wahren, keine Fehler zu machen, alles durchzustylen und ein bestimmtes oder ein plattformangepasstes Image aufzubauen. Und andererseits will man natürlich Spaß haben, sich treu bleiben und durch wertvollen Content das Customer-Engagement und -Vertrauen steigern. Und alles immer unter dem Aspekt des permanenten Dazulernens. Tja, auf Twitter ist das vielleicht sogar etwas einfacher, als anderswo. Denn Twitterer sind tolle Menschen. Wirklich. Alle! Sie sind interessiert, proaktiv und superkreativ. Nicht ohne Grund bezeichnete Guy Kawasaki Twitter als Quasi-Intelligenztest. Denn derjenige, der glaube, das Soziale Netzwerk mit dem blauen Vögelchen vom ersten Post an zu durchschauen, sei dumm, so Kawasaki. Sich als Marke auf Twitter zu entwickeln dauert allerdings. Auch mit allen Ninja-Geheimtricks dieser Welt. Sich, seinen Stil und seine Crowd zu finden, das braucht Zeit, funktioniert aber fast nirgends so (nachhaltig?) gut, wie auf Twitter. Wie man am besten beginnt? So geht’s.

Meine 8 Essentials für einen gelungenen Start auf Twitter:

1. Kommunikationsstrategie entwickeln und danach handeln

2. Gleichgesinnte finden und Kontakt aufnehmen (follow)

3. Regelmäßig posten, faven und retweeten (Favs und Retweets sind wie Bauchmuskeln! Die kann man nämlich auch jeden Tag trainieren.)

4. Hochqualitativen Content posten, wie Blogbeiträge, Whitepaper, Events, Webinare

5. Faven und retweeten sie nicht nur Content von großen Aggregatoren und Kuratoren; geben Sie statt dessen kleineren Twitterern eine Plattform, posten Sie eigenen Content und wachsen Sie langsam

6. Nutzen Sie Hashtags, aber benutzen Sie diese mit Augenmaß; denn dies unterschiedet den Rookie vom Profi

7. Arbeiten Sie mit Hashtags in Ihrer Bio; Sie werden dadurch von anderen Nutzern besser gefunden (#produkt #branche #themen #heimatstadt)

8. Messen Sie, was Twitter für Sie und ihre Website leistet (Google Analytics und Twitter Ads)

Unsere Daten zeigen, dass Facebook beispielsweise für B2C Content besser geeignet ist. Auf Facebook ist dieser dominant. Potenzielle Customer, liken und sharen was das Zeug hält und das müssen diese auch, damit Beiträge von Firmen eine angemessene Reichweite erzielen. (Hierzu mehr lesen: Artikel zum Facebook-Algorithmus) Entscheidungsträger tun dies auf Facebook mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht. Das wäre auch unglaubwürdig. Und so verschwinden B2B-Beiträge im Äther und die investierte Zeit ebenso. Auf Twitter ist das anders: Hier ist es leichter speziell zu Business-Themen, mit Menschen rund um den Globus in Kontakt zu treten und eigene Beiträge einem breiten qualifizierten Publikum zu präsentieren. Sogar mehrmals täglich. Es gibt keinen Algorithmus, der Sie bremst. Sie werden schnell Gleichgesinnte finden. Und wenn Sie es clever anstellen, belohnt Google Ihren Aufwand sogar mit einem verbesserten PageRanking. Also, probieren Sie es aus!.

Bis bald und vielen Dank für Ihre Zeit. Falls Sie Fragen und Anregungen zu Themen in diesem Blog haben, schreiben Sie mir einfach. Triebfeder Marketing – Online Marketing Strategien aus Magdeburg.

Wenn Sie über dieses oder andere Themen sprechen wollen, kontaktieren Sie mich einfach via E-mail.

Zurück zur Blog-Übersicht