Das Thema Suchmaschinenoptimierung scheint Vielen schlaflose Nächste zu bereiten. Ich bin ehrlich überrascht, wie viel Fantasie mittlerweile in diesem Thema steckt. Gefühlt wird überall schwadroniert: In Gruppen, auf Konferenzen, bei Stammtischen, auf Tagungen, runden Geburtstagen und am Kiosk um die Ecke.

SEO und keine Ende – Ein Monolog zur Lage der Nation

Mir geht das ehrlich zu weit. Die beeinflussbaren Parameter sind bekannt und gesichert. Trotzdem wird philosophiert, als ginge es um die Startaufstellung der deutschen Männer-Fußball-Nationalmannschaft vor dem Europameisterschaftsfinale 2016 in Frankreich. Webdesign ist egal, Hauptsache alles ist an Ort und Stelle, sagen die einen. Andere propagieren die Responsiveness als den Schlüssel zum Ranking-Erfolg. Ich meine klar, über aktuelle Trends schreiben wir natürlich auch. Wie im Artikel von Dominik Krusy vor einigen Tagen. Denn Nuancen ändern sich tatsächlich regelmäßig. Diese müssen auch in eine Content-Strategie einbezogen werden, aber diese Feinheiten bleiben Feinheiten.

Schiz-SEO-phrenie ist heilbar

Nun soll man ja nicht schlecht über die Kollegen sprechen und trotzdem tue ich es. Wenn diejenigen, die ich meine, ehrlich zueinander wären, wären sie sich einig, dass es immer vier Hände voll Bewerber um die ersten Plätze bei Google, Bing und Yahoo geben wird. Und nicht jeder kann die Nummer eins sein. Da grenzt es für mich schon an Wahnvorstellungen, wenn einige diesen ersten Platz durch irgendein Strategie-Portfolio garantieren möchten. Am langen Ende sitzt der Besucher der Website. Und wenn der wüsste, welch ein Zauber veranstaltet wird, damit er die Seite nicht direkt wieder verlässt, obwohl er schlicht auf der falschen Website ist. Er würde wieder auf die Gelben Seiten umsatteln. Deshalb bleibt mein Credo für gutes SEO: »Beeinflusse, was zu beeinflussen ist; technisch sauber und inhaltlich ganz nah am Besucher – für die bestmögliche Nutzererfahrung.« Und das mögen unsere Kunden. Weil es transparent, nachvollziehbar und authentisch ist. Alles andere gehört für mich ins Reich der Mythen und Legenden.