Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte und genau darum ist auch die Wahl Ihrer persönlichen Schriftart nicht zu unterschätzen. Ganz im Gegenteil: laut Yego Moravia, Designdirektor der in New York ansässigen Werbeagentur „Mother New York“, ist die Schriftart nichts geringeres als die Handschrift Ihrer Marke. Sie dient als Ausdruck der Markenpersönlichkeit und lässt sie bspw. entweder seriös, hochwertig, verspielt oder traditionell wirken. Die unterschiedlichen Fonts sind somit klare Signalgeber und dienen als wichtiger Markenbestandteil jeglicher Marketing- und Werbematerialien.

Aber woher weiß ich, welcher Schrifttyp für mich der richtige ist?

Die Schriftart ist äquivalent zur menschlichen Stimme, meint Simon Lince, Chief Creative Officer der in New York agierenden Branding-Agentur „Sterling Brands“, welche sich bspw. für das Design der beiden Firmen Nike und Levi’s verantwortlich zeigt. „Denken Sie über die Schriftart genauso wie über Bilder oder Klangmuster – dadurch ist es Ihnen möglich jede Art von Emotion mit ihr zu assoziieren.

Sind Sie bspw. gut gelaunt und sprechen in einem ruhigen, leisen Ton, dann sollte ein schlanker, filigraner, einfacher Typus Ihre Wahl sein. Haben Sie vor, für einen längeren Zeitraum im Markt zu bestehen, dann ist es wichtig einen gut abgerundeten und zeitgemäßen Schrifttyp zu verwenden, der nebenbei auch noch einfach zu lesen ist.“

Sie wollen Ihrem Unternehmen durch professionelles Design auf die Sprünge helfen? Beginnen Sie mit dem richtigen Font.

Die Wahl des richtigen Fonts ist laut Matthew Allen, Typeface-Illustrator und Designer, u.a. für Ford und Converse, aus Kalifornien im Grunde verhältnismäßig einfach. Soll Ihr Logo sauber und modern wirken, so ist ein Sans-Serif-Font anzuraten. Möchten Sie hingegen Ihre Werbung zugänglicher wirken lassen, ist der blockartige Slab-Serif-Font die richtige Wahl. Für einen menschlichen Touch empfiehlt sich dagegen eine handgezeichnete Schriftart.

Als Allen eine Animation für die Generation-Y-Kampagne des Ford Fusion designte, verwendete er eine Blockschrift die von Filmen aus der Feder Wes Andersons inspiriert war und an Schriftzüge aus den 20er und 30er Jahren erinnert, um ein bewegliches und spielerisches Gefühl zu vermitteln.

Aber auch innerhalb einer Marke können unterschiedliche Schrifttypen eingesetzt werden, um die verschiedenen Produktlinien voneinander zu differenzieren. So besitzt beispielsweise „Coca-Cola zero“ einen anderen Font als „Coca-Cola cherry“ um die entsprechenden Unterschiede auch innerhalb der Marke zu verdeutlichen.

Die Wirkungsweise des entsprechenden Fonts ist also nicht zu unterschätzen. Er kann als Feintuning fungieren, wenn Bild und Botschaft perfekt harmonieren, im Gegenzug aber auch das komplette Marketing kaputt machen, wenn er unpassend gewählt ist. Nur wenn alles perfekt miteinander harmoniert, kann man sich des eigenen Erfolges sicher sein. Dabei sollte jedoch stets folgende Regel als Leitmotiv gelten: Bleiben Sie sich und Ihrer Marke treu!