Die Regeln für effektives SEO haben sich über die letzten Jahre geradezu seismisch verlagert.
Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende, 2016 steht bereits in den Startlöchern und wir erläutern Ihnen die 6 Regeln, die Sie im neuen Jahr bzgl. SEO unbedingt berücksichtigen sollten.

Intelligente Suchmaschinen

Experten sind sich einig, wenn sie sagen, dass die Tage schon lange vorbei sind, als der Traffic darüber generiert wurde, lauter Keywords in die Headline zu stopfen. Die neue Strategie im SEO-Bereich dreht sich lediglich nur noch um eines: Erfahrung.

Suchmaschinen werden immer intelligenter was dazu führt, dass Autoren auch immer weniger Kontrolle darüber haben, wie ihre Seite auftaucht und welche Wörter dafür relevant sind.

Laut einer Studie von Moz Inc., einer in Seattle ansässigen SEO Consulting-Firma, vom August diesen Jahres, sind die wichtigsten Faktoren bzgl. SEO im nächsten Jahr die Mobilfreundlichkeit (Steigerung um 88%); Analyse des wahrgenommenen Nutzens einer Seite (Steigerung um 81%); Nutzungsdaten, wie etwa die Verweildauer (Steigerung um 67%); sowie die Lesbarkeit und das Design (Steigerung um 67%). Faktoren, die dagegen an Relevanz verlieren werden, sind zum einen die Effektivität bezahlter Links (Verlust um 55%) sowie der Einfluss von Anchor-Text (Linktext) (Verlust um 49%).

Sechs wichtige Regeln

Aber was genau bedeutet das für Sie? Folgende sechs Regeln gilt es zu beherzigen:

1. Intention ist alles.
Sie brauchen nicht länger ein exaktes Keyword, um ein relevantes Suchresultat zu erzielen, sagt Cyrus Shepard, Direktor Audience Development bei Moz. „Früher ging es darum den Klick zu bekommen. Heutzutage verstehen Suchmaschinen jedoch wie die Leute mit Ihrer Website interagieren: Gehen sie etwa zurück und klicken auf andere Resultate oder finden sie die Antworten nach denen sie gesucht haben auf Ihrer Website?
Entscheidend ist also die sog. „Post-Klick-Aktivität“. Es geht nicht mehr darum die Klicks zu bekommen, sondern die Intention des Users zu befriedigen.“

2. Keywords sind nicht das Ein und Alles
Keywords in die Headline einzubauen, wird immer weniger relevant. Laut Shepard versteht es Google nun besser Bedeutungen zu interpretieren. Wollte man früher beispielsweise unter den besten Restaurants gelistet sein, war es unabdingbar drei oder viermal „beste Restaurants“ in seinem Text zu erwähnen. Das ist zwar immer noch hilfreich, jedoch gewinnt die semantische Bedeutung immer mehr an Relevanz. Heute reicht es aus, über großartige Gourmet-Erlebnisse zu sprechen und die Suchmaschine wird Ihre Seite aufgreifen.

3. Fokussiere die User-Experience
Zurzeit ändert Google ungefähr 500 Algorithmen pro Jahr. Jeder dieser Wechsel soll sicherstellen, dass wenn ein User auf Google sucht, und er das richtige Resultat auf den ersten Seiten findet, ihm eine tolle Erfahrung widerfährt. Aber was bedeutet das für meine Seite? Ganz einfach! Es geht nicht darum, wie ich die Suchmaschine am besten manipuliere, sondern wie ich sicherstelle, dass mein Inhalt, der bestmögliche Inhalt im Internet wird, bezüglich der Wörter, die mir am Herzen liegen.
Deshalb muss der Inhalt authentisch sein und meine Zielgruppe ansprechen! Die wohl wichtigste Regel die Marketers zum Thema SEO in 2016 befolgen können.

4. Die Größe ist doch entscheidend!
Längere Artikel, zwischen 1.200 und 1.500 Wörtern, schneiden im Durschnitt bei der Suche besser ab. Noch vor einigen Jahren galten Texte mit 300 Wörtern bereits als ziemlich lang. Längere Artikel bekommen jedoch mehr Traffic und werden im Hinblick auf eine SEO höher geranked. Der Grund für diese Änderung seitens Google ist ganz einfach: der Suchmaschinen-Riese sendet den Traffic an jene Seiten, die ihre User begeistern können. Und längere Artikel können schlichtweg mit mehr Bildern und Wörtern aufwarten, die geranked werden können, als dies bei kurzen Artikeln der Fall wäre. „Die Leute teilen in den sozialen Netzwerken meist längere Artikel, verlinken und zitieren diese eher. Kürzere Artikel erfüllen ihren Zweck, aber im Schnitt sind es die längeren Artikel die besser abschneiden“, so Shepard.

5. Optimierung für Mobile-Anwender
Mehr und mehr Leute lesen Nachrichten auf dem eigenen Smartphone. Daher ist es wichtig sicherzustellen, dass ihr Inhalt auch dort suchbar ist. Im Klartext? Vergewissern Sie sich, dass Google ihren Inhalt versteht und innerhalb einer mobilen App auch finden kann. Dies unterstützt ebenfalls die Verbreitung der verwendeten App hinsichtlich der SEO.

6. Verwende einzigartige Bilder
Während Bildern bei Google als Verweisquelle nicht der Stellenwert zukommt, den sie eigentlich verdienen würden, ist es doch von großem Wert, einzigartige Bilder auf seiner Seite zu haben. Was ist denn mit einzigartig gemeint?! Einzigartig kann schon bedeuten, ein Foto, das bereits hunderte Male im Netz existiert mit einem einzigartigen Inhalt zu umrahmen. Etwas Individuelles bzw. Einzigartiges zu kreieren, wird sich auf lange Sicht gesehen, auszahlen.

Kurz und knapp

Der wichtigste SEO-Tipp für 2016: Ganz klar Zielgruppe fokussieren! In der Vergangenheit versuchten Marketers genau das anzupreisen, was sie den Konsumenten vorgegeben haben zu mögen. Heute geht es darum, nicht zuletzt aufgrund der enormen Erfahrung der Konsumenten, genau das zu liefern, was Kunden wollen. Und eben das wird Ihnen auch einen SEO Ranking Boost verleihen.
Es spielt keine Rolle wie hoch Sie geranked sind, solange das Publikum Ihre Seite besucht aber nicht zufrieden gestellt werden kann.