Die Challenge:

Stellen Sie sich vor, Sie hätten nach Monaten ausdauernder Forschung ein Produkt gegen, sagen wir, die Dunkelheit entwickelt. Milestone! Wow. Ein Produkt mit dem Potenzial der menschlichen Produktivität zu einem Quantensprung zu verhelfen. Nicht weniger. Nennen wir es Lumis1879. Es würde das Leben unzähliger Menschen fundamental verändern. Verbessern. Mit Sicherheit! Sicher wäre aber auch, dass sich einige gewohnte Routinen und Strukturen im Leben Ihrer Zielgruppe diametral verändern würden. Problem: Wir lieben Routinen und gewohnte Strukturen. Ganze Städte bräuchten eine vollständig neu überdachte elektrische Infrastruktur, damit Ihr Produkt eine realistische Überlebenschance am Markt hätte und Ihre PR-Abteilung bräuchte quasi Superkräfte. Okay, unmöglich! Oder doch nur ein magisches Argument entfernt?

Die Vorteile lagen auf der Hand, also keine Probleme?

Bei RenderThat war die Ausgangssituation mindestens ähnlich aufregend. Ins Leben gerufen wurde das Unternehmen aus Aachen von drei Architektur-Studenten. Ihr Produkt entstand nach der goldenen Formel »Von Architekten für Architekten«. Sie kannten ihre Zielgruppe punktgenau und die Vorteile ihres Produktes lagen direkt vor unseren Augen. Klar und deutlich. Sogar für uns Branchenfremde. Zu diesem Zeitpunkt existierten bereits Architekturbüros, die sehenswerte Effizenzgewinne und Wettbewerbserfolge, durch die Integration der Online-Plattform aus Aachen erzielen konnten. Trotzdem blieben weitere Conversions nur sporadisch. Andere Branchenanteile hingegen wuchsen und wuchsen. Mit den Architekten stagnierte das Geschäft. Es schien sich einfach nicht herumzusprechen. Hier verbarg sich unsere Aufgabe: Im Detail.

Kurz zum Kunden: RenderThat. Die weltweit erste Plattform zur Realisierung von 3D Modellierungen, Visualisierungen und Animationen. Die Idee dahinter ist die einer digitalen Büroerweiterung, die eine wirtschaftliche und effektive Zusammenarbeit mit Designern ermöglicht. Die Kunden profitieren von vielen, sehr hilfreichen Funktionen und der globalen Vielfalt dieser Plattform.

Unsere Herausforderung bestand darin, jene Barriere zu finden, die verhinderte, dass Architekturbüros/Selbstständige Architekten/Innenarchitekten, vom System des Online-Wettbewerbs gebrauch machten. Wir tauchten also eine Zeitlang in die Untiefen der uns zur Verfügung stehenden Daten ab. Und forschten. Forschten weiter, und fanden schließlich. Dann hieß es schnell wieder auftauchen, kurz Luft holen und die gewonnene Erkenntnis präsentieren:

»Sehr geehrte Damen und Herren, Ihr Problem ist nicht der Wettbewerb, sondern der Workflow in den Büros!«

Denn dort konkurrierte RenderThat mit Studenten, die minderwertige 3D-Visualisierungen erstellten; Architekten, die sich entweder damit zufriedengaben, oder sich seit Jahren selbst hinsetzten und fleißig renderten und mit langsamen und ineffizienten Visualisierungsdienstleistern, die von den langjährigen Beziehungen zu ihren Kunden lebten. Wir mussten mit der Kampagne nicht weniger als einen Schlüssel samt Schloss finden, um in diesen Prozess einzudringen, damit RenderThat die Herzen der Architekten erobern konnte. Und wie ging das am besten?

»Hallo, kennen Sie RenderThat?«

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Mit Triebfeder Marketing unkonventionell! Wir fragten persönlich nach. Sprachen mit Architekten, die bereits erste erfolgreiche Erfahrungen mit RenderThat gesammelt hatten und mit Büros, die es noch nicht genutzt haben, um herauszufinden, welche Probleme gelöst wurden und welche noch gelöst werden müssen.
Trotz einer sehr guten Vorbereitung, wurden wir total überrascht. Denn wir hatten mit allem gerechnet, aber damit, dass sich fast jedes Büro und jeder selbstständige Architekt, die Zeit nehmen würde, um mit uns sehr offen, immer freundlich und sachlich ausführlich zu sprechen, ehrlich gesagt nicht. Rückblickend eine großartige Erfahrung. In den Gesprächen erkannten jeder von uns schnell, welchem Druck man als Architekt ausgesetzt ist. Lähmender Zeitdruck, zwischen Planung, Entwicklung, Bauherren, Kundenwünschen, Änderungswünschen, Fristen und Ausschreibungen. Das Resultat dieser Reihe an intensiven Gesprächen repräsentiert die nachfolgende Liste.

Diese 6 Probleme konnten für Architekten durch RenderThat eliminiert werden:

1. Beseitigung des Trade-offs zwischen Preis und Qualität (*das magische Argument)

2. Deutliche Verminderung des Zeitdrucks im Projektverlauf, also mehr Zeit für das Wesentliche

3. Architekten sind nun in der Lage sich wieder auf ihre eigentlichen Kernkompetenzen zu fokussieren

4. Qualitätssicherung durch die Möglichkeit Wettbewerbe zu veranstalten oder Designer direkt zu engagieren

5. Unschlagbar schnelle Projektabwicklung

6. Ökonomische Sicherheit, durch eine Geld-zurück-Garantie

Danach waren für eine erfolgreiche Kampagne noch die folgenden Fragen zu klären:

1. Wie lautet, abgeleitet aus Gesprächen mit den Architekten, die Kernbotschaft?

2. Auf welche Art und Weise sollten wir diese kommunizieren?

3. Welches Kommunikationstool (Werbemittel) eignet sich am besten?

4. Welche Werbeträger werden genutzt?

5. In welchem Gebiet und in welchen Intervallen wird geworben?

6. Wer ist bei RenderThat und TFM für die Einhaltung der Termine und Feedback-Schleifen verantwortlich?

7. Welche Ziele werden gesetzt und wie werden wir diese messen?

8. Wie können wir uns gegenseitig unterstützen?

Das Ergebnis:

Processed with VSCOcam with f2 preset

Gemeinsam mit RenderThat entschieden wir uns abschließend für das Flyerformat DIN A2, welches von Hand, nach DIN 824, zu einem Plan gefalzt wurde. Eine sehr spannende Idee, die auch bei der grafischen und textuellen Gestaltung noch einmal unser gesamtes Know-how forderte. Bei DIN 824, und das ist der Clue, handelt es sich um ein Format, das jedem Architekten sehr gut aus der täglichen Arbeit bekannt ist. Hierdurch versprachen wir uns eine höhere Akzeptanz beim Kunden. Das Bild, welches im Hintergrund des Flyers zu sehen sein sollte, zeigt die Villa Tugendhat und wurde als Wettbewerb direkt auf der Plattform, zusammen mit einem Making-of-Video, erstellt. So konnten wir als Triebfeder Marketing einmal den gesamten Prozess, von der Projekt-Ausschreibung bis zum fertigen Rendering verfolgen. Das Ergebnis ist atemberaubend. Vom Ergebnis können Sie sich am Kopfende dieses Beitrags selbst überzeugen, falls Sie uns für befangen halten. Die Kampagne ging vor Kurzem, nach ungefähr neun monatiger Entwicklungszeit, sukzessive live und erste Zahlen zeigen bereits, dass RenderThat das Ziel, den Workflow zahlreicher Architekten nachhaltig zu verbessern, erreichen kann. Chapeau.

Bis bald und vielen Dank für Ihre Zeit. Vielen Dank auch an RenderThat, die uns erlaubt haben diese Case Study für unsere Leser zu veröffentlichen. Falls Sie Fragen und Anregungen zu Themen in diesem Blog haben, schreiben Sie mir einfach. Triebfeder Marketing – Online Marketing Strategien aus Magdeburg.

Wenn Sie über dieses oder andere Themen sprechen wollen, kontaktieren Sie mich einfach via E-mail.

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